Klimawandel
Die Wissenschaft hinter dem Klimawandel
Warum sind sich Klimatologen so sicher, dass die Erde sich durch menschliche Aktivitäten bedrohlich aufheizt? Hier fassen Autoren des jüngsten UN-Klimaberichts die Argumente zusammen und diskutieren verbleibende Unsicherheiten.
Auf diese unspektakuläre Weise haben sich mit den länger werdenden Messreihen, unserem zunehmenden Verständnis des Klimasystems und der Verfeinerung der Computermodelle die Indizien für die globale Erwärmung Stück für Stück vermehrt. Zugleich sind im Lauf der vergangenen zwanzig Jahre die Belege für die Schuld des Menschen an der Entwicklung unerbittlich gewachsen. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft hat sich die Überzeugung, dass tatsächlich ein Klimawandel stattfindet und er noch viel größere Ausmaße annehmen kann, inzwischen bis fast zur Gewissheit verdichtet. Das spiegelt sich unmissverständlich im neuesten »Assessment Report« des Zwischenstaatlichen Rats für Klimafragen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) wider, dem vierten einer Reihe von Sachstandsberichten zum Thema, die Hunderte von Wissenschaftlern weltweit geschrieben und begutachtet haben.
Im Februar veröffentlichte das Gremium eine kondensierte Version des ersten Teils über die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels.


William Collins ist Professor in Residence in der Abteilung Erd- und Planetenwissenschaften an der Universität von Kalifornien in Berkeley sowie leitender Wissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory und am National Center for Atmospheric Research in Boulder (Colorado).
Robert Colman forscht in der Klimadynamikgruppe des Australian Bureau of Meteorology Research Center in Melbourne.
James Haywood leitet die Aerosolforschung beim britischen Wetterdienst in Exeter.
Martin R. Manning ist Direktor der Support Unit der IPCC -Arbeitsgruppe I im Earth System Research Laboratory der National Oceanic & Atmospheric Administration in Boulder (Colorado).
Philip Mote ist Professor für Klimatologie in der Abteilung Atmosphärenwissenschaften der Universität von Washington in Seattle.
Alle Autoren haben in der Arbeitsgruppe I am IPCC -Bericht von 2007 mitgearbeitet.
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1. Behauptungen an Stelle von Beweisen
30.09.2007, Reiner Vogels, SwisttalWas soll man von der Aussage halten, daß sich die Wissenschaft zu 90% sicher sei? Das ist doch nicht mehr als eine mehrheitliche Meinungsbildung innerhalb der wissenschaftlichen Klasse und hat keinerlei Beweiskraft.
Was soll man von der These halten, daß sich in der Zeit seit Beginn des 20. Jahrhunderts die globale Durchschnittstemperatur um 0,74 Grad (Fehler + / - 0,18) Grad Celsius erhöht habe, wo niemand wirklich wissen kann, welche globale Durchschnittstemperatur vor 100 Jahren (einschließlich der Meere, der Antarktis, der Weiten Sibiriens, Amazoniens etc.) geherrscht hat?
Was soll man davon halten, daß auf den Rückgang des Gletscherereises und des Meereises der Arktis in den letzten Jahrzehnten hingewiesen wird, aber kein Wort über die Entwicklung der entsprechenden Eismassen in der Antarktis verloren wird?
Was soll man von der Behauptung halten, daß das Temperaturhoch im Mittelalter "mehrere Zentelgrade" unter den seit 1980 gemessenen Durchschnittstemperaturen gelegen habe, wo sich für das Mittelalter noch weniger als für den Beginn des 20. Jahrhunderts derart exakte Temperaturangaben hinsichtlich der globalen Durchschnittstemperatur machen lassen?
Was soll man davon halten, daß überhaupt nicht erwähnt wird, daß die Absorbationsbänder von CO2 bei der gegenwärtigen Konzentration in der Atmospäre bereits in geringen Höhen gesättigt sind?
Was soll man davon halten, daß ebenfalls nicht erwähnt wird, daß die Schweizer Alpengletscher in der Zeit nach der letzten Eiszeit bereits mehrfach zurückgegangen sind, z. T. noch hinter die gegenwärtigen Grenzen?
Mein Fazit: Der Artikel ist eine Meinungsäußerung und entbehrt wissenschaftlicher Beweise.
2. Die Falsifizierbarkeit der Klimatologie ?
01.10.2007, Edy Ahnen, Luxemburg1. Wenn man nicht weiß, wie sich die Wolken verhalten und wie sie das Klima beeinflussen, kann man keine präzisen Vorhersagen machen. CO2 kann das Klima global um 1 Grad erwärmen, Wolken können es lokal um 10 Grad und mehr abkühlen.
2. Wenn man den Temperaturverlauf der vergangenen 1000 und 2000 Jahre nicht kennt, kann man keine Aussagen darüber machen, ob das Klima sich auf natürliche Weise ähnlich verändern kann, wie man es heute beobachtet. Die Klimarekonstruktionen sind höchst umstritten und wahrscheinlich falsch, so dass es im Mittelalter wahrscheinlich genau so warm war wie heute, trotz erheblich geringerer Sonnenaktivität. (http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/316/5833/1844a?rss=1)
Erlauben sie mir noch zwei präzisere Kritiken:
a) Die Zunahme der Stürme durch die Erwärmung ist in der Wissenschaft höchst umstritten und durch Modelle nicht zu beweisen. Außerdem gibt es heute keine nachweisbare Zunahme der Zahl oder Stärke von Hurrikanen, was auch schon im vorigen Spektrum falsch dargestellt wurde.
b) Der Anstieg des Meeresspiegels ist von Spezialisten auf diesem Gebiet genauso umstritten und durch Satelliten nicht zu bestätigen. Nils Axel Mörner, der seit 40 Jahren auf dem Gebiet forscht, spricht von einem maximalen Anstieg von 20 cm in 100 Jahren.
Dass Spezialisten wie Herr Mörner und Herr Landsea dem IPPC so vehement widersprechen und sich aus ihm verabschiedet haben, weil das Gremium ihner Ansicht nach keine Wissenschaft, sondern Politik betreibt, lässt tief blicken.
Dass sich die Atmosphäre wegen einer Zunahme der Treibhausgase erwärmen sollte, ist kaum umstritten. Es geht bloß darum, diese Erwärmung ins rechte Licht zu rücken. Es ist mathematisch unmöglich, die heute beobachtete Erwärmung dem Menschen zuzuordnen.