Methan, Pflanzen und Klimawandel
Kürzlich zeigten die Autoren dieses Artikels, dass Pflanzen Methan produzieren und ausstoßen. Damit muss die etablierte Emissionsbilanz dieses Treibhausgases revidiert werden. Zum momentanen Klimawandel tragen Pflanzen aber nicht bei.
Am Anfang standen wir unseren Ergebnissen eher kritisch gegenüber. Wir suchten intensiv nach Fehlerquellen bei den Experimenten und verwendeten Apparaturen sowie nach gedanklichen Fehlschlüssen, denen wir womöglich aufgesessen waren. Nachdem wir uns jedoch vergewissert hatten, das unsere Resultate stimmten, wurde uns klar, dass wir auf eine Sache von großer Bedeutung gestoßen waren. Aber wie sollten wir unsere Kollegen und die Öffentlichkeit davon überzeugen? Sorgen machte uns vor allem zu erklären, wie all die fähigen Forscher, die schon seit Jahrzehnten Methan untersuchen und sich Gedanken über den Klimawandel machen, eine so bedeutende Quelle des Gases übersehen haben konnten.


Frank Keppler hat im Jahr 2000 an der Universität Heidelberg in Umwelt-Geochemie promoviert. Kürzlich erhielt er den European Young Investigator Award (EURYI), um seine eigene Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz aufzubauen.
abrufen




NeuroKognition |
Go for Launch |
Astra's Spacelog |
WILD DUECK BLOG |
Polarstern unterwegs | 





1. Erst Pons und Fleischmann, jetzt Keppler und Röckmann?
08.05.2007, Dr. Karl Mistelberger, ErlangenNun ist ein gerade online veröffentlichter Versuch, die Ergebnisse von Keppler und Röckmann zu bestätigen, negativ verlaufen. Ein Team um Tom Dueck aus Wageningen begaste Pflanzen mit Kohlendioxid, das mit Kohlenstoff-13 markiert war, und fand kein C-13-haltiges Methan (New Phytologist, EarlyOnline Articles, siehe: http://www.blackwell-synergy.com/doi/pdf/10.1111/j.1469-8137.2007.02103.x)
Nach Veröffentlichung der Arbeit von Dueck et al. habe ich den Artikel noch einmal gründlich gelesen und nach Abwägung aller Argumente würde es mich nicht mehr wundern, wenn es der im Widerspruch zu aller Lehrmeinung beträchtlichen Methanproduktion von Pflanzen nicht anders erginge als der kalten Kernfusion: Der Effekt ist im Experiment nur schwierig nachzuweisen und je genauer er untersucht wird, desto kleiner wird er, bis er schliesslich ganz verschwunden ist.
2. Methanogene Blattbesiedler übersehen
29.05.2007, Dr. Gero Benckiser, Gießen