Themenseite | 23.02.2009

Forschung in Arktis und Antarktis im Fokus

Polarjahr 2007/2008

Gletscherschwund auf Grönland, Eisbären ohne Heimat, Rekordwärme auf Spitzbergen - Arktis und Antarktis machten in letzter Zeit viele Schlagzeilen. Aber noch immer klaffen viele wissenschaftliche Lücken im nicht mehr ganz so ewigen Eis. Das Internationale Polarjahr 2007/2008 soll zumindest einige davon schließen.

  1. 1
  2. 2

Polarforschung

Neumayer III eingeweiht

Es ist eine Meisterleistung moderner Technik: Auf dem 200 Meter dicken Eis der Antarktis ist am Freitag die deutsche Forschungsstation Neumayer III des Alfred-Wegener-Instituts aus Bremerhaven eröffnet worden. Von dem rund 40 Millionen Euro teuren Bau aus sollen Wissenschaftler das ganze... » weiter
Meteorologin Julia Wittig in der Antarktis

Polarforschung

Leben in der Antarktis

Um Deutschlands Forschung in der Antarktis auch in der kalten Jahreszeit zu sichern, ziehen jedes Jahr neun Überwinterer in die dortige Neumayer-Station. Sie halten die Observatorien in Schuss, nehmen Messungen vor. Und leben 15 Monate lang an einem der unwirtlichsten Orte der Erde. » weiter
Moschusochse

Ökologie

Rechnung ohne Wirt

Zu den Verlierern der Erderwärmung zählen die Arktis und ihre kältetoleranten Bewohner: Zuwanderer aus Süden sollen sie verdrängen und gefährden - zumindest in den Modellen der Klimaforscher. Diese übersehen bisweilen allerdings auch Einflussfaktoren - selbst wenn diese so groß sind wie... » weiter
Mumifizierte Robbe im antarktischen Trockental

Paläoökologie

Verlorene Welt

Von wegen Täler des Todes: Wo sich heute eine gefriergetrocknete antarktische Ödnis ausdehnt, sprudelten früher tatsächlich lebensbejahende Quellen, wucherten Moose und blühten Algen. Eiseskälte bewahrte dieses einzigartige Ökosystem über 14 Millionen Jahre nahezu unverändert auf. » weiter
Eislandschaft vor Grönland

Paläoklimatologie

Blitzeisfrei

War Grönland einst wirklich einmal grün und bewaldet? Kann der Klimawandel quasi über Nacht eintreten? Ja, sagen neue Forschungsergebnisse - und es ist noch gar nicht so lange her. » weiter
Karibu-Herde im Schnee

Biorhythmus

Fehlgesteuert

Sie prägen das Bild des europäischen Nordens: Rentiere, die vom bunt gekleideten Volk der Samen als eine Art Vieh gehalten werden. Den wilden Hirschen könnte es allerdings bald an den Kragen gehen: Ihr Rhythmus stimmt nicht mehr mit dem der wärmeren Umwelt überein. » weiter
Dünnschliff eines Eisbohrkerns

Klimatologie

Kaltes Archiv

Gletscher sind weit mehr als gefrorenes Wasser: Sie speichern auch Gase, Schwermetalle oder Ruß in ihrem Körper und ermöglichen so den Blick auf vergangene Umwelteinflüsse. Nun wurde ihre Chronik um 150 000 Jahre erweitert. » weiter
Ozonloch 2007

Klimawandel

Feindlicher Freund

Was beim Ozonloch gelang, scheint beim Klimawandel noch unmöglich: die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Handeln zu bringen. Doch der Erfolg wider den Ozonabbau könnte eine ungeahnte Folge zeitigen - eine verstärkte Erwärmung der Antarktis. » weiter

Drift-Expedition

"Ein wichtiger Mosaikstein, den wir da gesammelt haben"

Sieben Monate verbrachte Jürgen Graeser vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zusammen mit russischen Kollegen auf einer Eisscholle, die durch die Arktis driftete. Das Ziel: umfassende Daten der winterlichen arktischen Atmosphäre zu sammeln, ein bislang weißer Fleck in der... » weiter
Frostblumen auf arktischem Eis

Umweltchemie

Vergiftete Blüten

Nett anzusehen sind sie ja schon, die Eisblumen, die sich mitunter in kaltem Wetter auf dem arktischen Ozean bilden. Doch tragen sie eine giftige Fracht: Quecksilber. Noch ist ungeklärt, woher es überall stammt. » weiter
Eiswelt Antarktis

Polarökologie

Abruptes Ende?

Trotz Eiseskälte blüht das Leben an den Küsten und in den Meeren der Antarktis - noch. Denn steigende Wassertemperaturen durch die menschengemachte Erderwärmung drohen in kurzer Zeit eine Lebensgemeinschaft zu zerstören, die sich Millionen von Jahre bewährt hat. » weiter

Stratigrafie

Forscher fordern neues Erdzeitalter

Der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt sei inzwischen so stark und unübersehbar geworden, dass mit Beginn der Industrialisierung eine neue Epoche "Anthropozän" angebrochen sei. Nobelpreisträger Paul Crutzen hatte diesen Begriff bereits 2002 geprägt, und Angehörige der Stratigrafie-Kommission... » weiter
Kennicott-Gletscher in Alaska

Glaziologie

Jökulhlaup gibt Gas

Von Alaska bis zur Antarktischen Halbinsel: Weltweit schmelzen die Gletscher - und das immer schneller, weil die Temperaturen steigen. Wie dynamisch die Eiszungen sein können, überrascht Forscher jedoch stets neu. Jetzt haben sie einen weiteren Treibsatz entdeckt. » weiter
Antarktis

Polarforschung

Tauwetter

Die Antarktis ist die große Unbekannte im globalen Klimapoker: Verliert sie netto an Eismasse und steigert damit den Meeresspiegel? Oder schneit es tatsächlich mehr, und ihre Gletscher gewinnen an Volumen? Neue Daten überraschen und erregen Besorgnis. » weiter
Sir Francis Leopold McClintock

Forschungsgeschichte

Der Mann mit dem Schlitten

Francis Leopold McClintock gilt als einer der Begründer der modernen Polarforschung. Doch nicht wegen des von ihm entwickelten Systems der Expedition per Schlitten ist der Admiral bekannt geworden. Weltruhm erlangte er, weil er eines der größten Rätsel in der Geschichte der Arktis löste. » weiter
Karibu-Herde im Schnee

Polarjahr 2007/2008

Arktis in Turbulenzen

Gletscherschmelze, Hitzewelle auf Spitzbergen, freie Nordwest-Passage - die Signale sind eindeutig: Die Arktis heizt sich auf. Das bestätigt auch ein neuer Bericht, doch längst sind nicht alle Signale eindeutig. » weiter

Antarktis

Zunehmende Schneeschmelze im Inneren der Antarktis

Satellitendaten zeigen, dass sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Schneeschmelze im Inneren des antarktischen Kontinents verstärkt hat. Insbesondere 2005 registrierten die Mikrowellen-Instrumente Außergewöhnliches: Schmelzprozesse traten über 800 Kilometer von der Küste entfernt und in... » weiter
mit BildergalerieQuerschnitt der neuen Antarktisstation

Polarforschung

Auf Stelzen am Südpol

Die deutschen Antarktisforscher brauchen ein neues Zuhause: Schneemassen zerdrücken ihre Forschungsstation. Ein neues oberirdisches Gebäude soll Abhilfe schaffen und gleichzeitig größer, moderner und ökologischer sein. In Bremerhaven wurde es zur Probe in Teilen aufgebaut. » weiter
Eislandschaft vor Grönland

Polarforschung

"Ein bisschen mulmig ist mir schon"

Ende August startet die Reise zu einer ungewöhnlichen russischen Forschungsexpedition: eine Fahrt durchs Nordpolarmeer, ganz ohne Antrieb und Ziel - auf einer treibenden Eisscholle. Als erster Ausländer in der Geschichte der Eisdrift-Stationen ist diesmal der Polarforscher Jürgen Graeser vom... » weiter
Mirounga leonina

Meeresbiologie

Kolossaler Kontakt

Wie können neugierige Forscher etwas über das Treiben von Meerestieren erfahren, die sich vorzugsweise auf Eisschollen oder unter Wasser aufhalten? Mit kleinen Sendern! So hat jetzt auch der Südliche See-Elefant einige seiner Geheimnisse preisgegeben. » weiter
  1. 1
  2. 2
szmtag