Das Geburtsgewicht der Australopithecinen machte seinen Berechnungen zufolge rund fünf Prozent des Gewichts der Mutter aus. Damit ähneln sie eher den schweren Homo-sapiens-Babys (Verhältnis: sechs Prozent) als Schimpansen-Neugeborenen (Verhältnis: drei Prozent). Der Ardipithecus, ein zeitlicher Vorläufer des Australopithecus, dürfte hingegen auf ein ähnliches Verhältnis wie heutige Schimpansenbabys gekommen sein.
Laut DeSilva musste demnach bereits der Australopithecus Mittel und Wege gefunden haben, mit seinen schweren Nachkommen umzugehen. Es koste nicht nur bereits in der Schwangerschaft mehr Energie, ein schweres Kind mit sich herumzutragen, hinzu komme auch, dass der beim Klettern hinderliche Nachwuchs die Futtersuche erschwert, gleichzeitig aber selbst gehaltvollere Nahrung benötigt. Sofern sie sich nicht Trageschlingen bauten, seien daher bereits Australopithecus-Mütter auf die Unterstützung von Verwandten oder des Kindsvaters angewiesen gewesen. (jd)





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