Nach inoffiziellen Schätzungen brannten in den letzten drei Tagen etwa 70 000 Hektar Land ab, innerhalb von nur 24 Stunden entstanden dabei 89 neue Brandherde, von denen die Behörden 28 als hoch riskant einstuften. Begünstigt werden diese Feuer durch die seit Monaten anhaltende Trockenheit und Hitze mit Temperaturen, die teilweise über mehrere Tage hinweg die 40-Grad-Celsius-Marke überschritten. Angeheizt werden sie häufig durch trockene Fallwinde – vergleichbar dem Alpenföhn –, die vom Landesinneren zum Meer wehen.
Zumeist werden die Brände vorsätzlich gelegt, die griechische Regierung spricht sogar von einer Art Terrorismus und möchte die Gesetze so ändern, dass diese Sabotage umfangreicher als bisher verfolgt und bestraft werden kann. Als Hauptverdächtige gelten vor allem Bodenspekulanten, denn griechisches Recht verbietet die Bebauung von Waldland. Da aber keine oder nur unzureichende Flächenkataster existieren, werden bewaldete Areale angezündet, um auf diese Weise eine Umwidmung zu erzwingen. In den Hügeln rund um Athen fand die Polizei am Wochenende mehrere Brandsätze, insgesamt zehn Verdächtige wurden bislang festgesetzt. Daneben spielt allerdings auch Unachtsamkeit eine große Rolle, denn viele Brände entzünden sich selbst an weggeworfenen Glasflaschen oder gehen von überhitzten wilden Müllkippen aus. (dl)






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