Die Dunkle Energie gilt als wahrscheinlichste Ursache der beschleunigten Expansion des Universums, auf die Beobachtungen ferner Supernovae und Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung hindeuten. Weniger bekannt ist, dass die Dunkle Energie auch das Schicksal der Materie im Universum mitbestimmt. Sie trug zur Entstehung filamentartiger Strukturen in der großräumigen Verteilung der Materie bei und bewirkte womöglich, dass Galaxienhaufen seit etwa sechs Milliarden Jahren nicht weiter anwachsen. Indem sie die Häufigkeit galaktischer Zusammenstöße senkte, prägte sie auch die Entwicklung von Galaxien. So fror vermutlich die relative Häufigkeit der verschiedenen Galaxientypen in den letzten sieben Milliarden Jahren ein.
In diesem Heft finden Sie außerdem den Essay "Fortschrittsillusion", den wir Ihnen vorab auf unserer Website zur Diskussion gestellt hatten. Die interessantesten Leserzuschriften und die Antwort des Autors sind im Artikel gedruckt.
Im Modellversuch ist es erstmals gelungen, molekulare Vorgänge auf der
Ebene einzelner Zellen direkt sichtbar zu machen. Das Verfahren, das
Biosensoren mit eingeschlossenem Xenon benutzt, könnte...
Von den meisten Forschern bislang als nutzloses Abfallprodukt verkannt,
entpuppt sich die nichtcodierende RNA immer mehr als Drahtzieher bei der
Genregulation.
Der exotische quantenmechanische Zustand, in dem die Atome eines Gases zu einer Art Superatom verschmolzen sind, ließ sich bisher nur bei extrem tiefen Temperaturen erzeugen. Mit so genannten...
Nachweislich zuverlässige Klimavorhersagen sind noch nicht möglich. Umso mehr wird die Diskussion über den Klimawandel von ökonomischen und politischen Interessen bestimmt. Sie sollten offengelegt...
Die rätselhafte Dunkle Energie beschleunigt nicht nur die Expansion des Kosmos. Astronomen entdecken jetzt, dass sie auch Formen und Verteilung der Galaxien prägt.
Vorbei die Zeiten, da schon im Advent die Hasenproduktion begann und zu Ostern die ersten Nikoläuse vom Band liefen: Computerunterstützte Verfahren verkürzen die Produktionszyklen in der Schokoladenindustrie.
Die Schädigung eines Neuronensystems, das die Aktionen anderer widerspiegelt, ist vermutlich eine Ursache für Autismus. Aus dieser Theorie könnten neue Methoden für Diagnose und Therapie des...
Ganze Küstenabschnitte im Meer werden durch menschliche Aktivitäten verwüstet, vor allem durch Abwässer aus Industrie und Landwirtschaft. Gibt es Chancen, diese Bereiche wieder neu zu beleben?
Zu Tausenden erzählen verunstaltete Genrelikte von der Vergangenheit. Aber anscheinend sind nicht alle nur nutzlose Fossilien. Manche wachen offenbar über ihre Zwillingsgene.
Die dreidimensionale Computergrafik erlebt derzeit einen enormen Zuwachs an Bildqualität – vor allem dank schnellerer Verfahren für die Simulation der Lichtausbreitung.
Für ein Zuteilungsproblem, bei dem zwei konkurrierende Forderungen zugleich zu erfüllen sind, gibt es eine algorithmische Lösung. Sie ist so überzeugend, dass sie – unter anderem – für die Besetzung...
Abdrücke und Imitate von Biomolekülen aus Plastik könnten nicht nur vor Bioterror-Angriffen warnen und giftige Substanzen aus der Umwelt entfernen, sondern auch die Entwicklung neuer Medikamente...
Vor der Ära der Taschenrechner waren Rechenschieber bei Wissenschaftlern und Ingenieuren äußerst beliebt. Ihre »Intelligenz« und ihr praktischer Nutzen erstaunen noch heute.
Wir sehen Fortschritt, weil unser Gehirn dafür konstruiert ist, stets zu vergleichen und zu bewerten. Wahrscheinlich aber existiert er nur in unserer naiven Vorstellung.
Dem Anstieg der Treibhausgase Einhalt zu gebieten ist ein gigantisches Unterfangen - aber machbar. Die Technologien dazu gibt es bereits. Nur dürfen wir keine Zeit verlieren.