Tatsächlich stammt dieser Name auch aus dem Japanischen: Übersetzt lautet er "Welle im Hafen". Er beschreibt das unerwartete Auftreten dieser bis zu 40 Meter hohen Flutwellen, die früher oft ohne Vorwarnung plötzlich über die Küsten hereinbrachen. Heute können Tsunamis durch moderne Methoden sehr wohl erkannt werden, weshalb momentan rund um den Pazifik auch Tsunamialarm gegeben wurde – von Russland bis nach Kalifornien.
Dieses historische Bild zeigt, wie ein Tsunami den Hafen von Hilo auf Hawaii überflutet. Man beachte den Mann links im Bild auf dem Pier.
Gefährlich sind die Wellen auch durch ihre Geschwindigkeit: In der Tiefe breiten sie sich mit mehreren 100 Kilometern pro Stunde aus. Damit bleibt bei einem Erdbeben vor der Küste Japans beispielsweise in Honolulu etwa 7 und in Chile etwa 22 Stunden Zeit, um Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, im Umkreis des Epizentrums dagegen oft nur wenige Minuten.
Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration hat im Pazifik ein eigenes Tsunamiwarnsystem installiert, das die heranrauschenden Wellen erfassen und Alarm geben soll. Es besteht aus Seismometern, die Beben registrieren, Drucksensoren, Messbojen und Satelliten, die plötzliche Veränderungen der Meereshöhe nach einem Erdbeben erfassen und an Land funken.
In den pazifischen Anrainerstaaten gibt es seit einigen Jahren ein Frühwarnsystem mit Sitz in Honolulu. Und vor der Küste Sumatras installierten deutsche Geowissenschaftler in den letzten Jahren Messbojen, die Tsunamis erfassen können und an Land melden, wo dann Alarm ausgelöst wird.
Das Zentrum des Bebens lag rund 150 Kilometer vor der Küste von Honshu. Die Erschütterung hatte eine Stärke von 8,9, was zu einem der stärksten Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen machte. An Land war es allerdings etwas schwächer spürbar, wie die gelben und orangen Töne andeuten – Gefahr drohte den Küstenanrainern daher vor allem durch Tsunamis.







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